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Beyond Prompt AI Studio
Change Management bei der KI-Einführung

Praxis: Der partizipative Ansatz

„Bezieht Mitarbeitende ein“ ist schnell gesagt und selten konkret gemacht. Dieses Modul übersetzt die Empfehlung aus dem Modul „Echte Ängste: Was Mitarbeitende wirklich befürchten“ in vier Methoden, die sich tatsächlich in einen Projektplan einbauen lassen.

Vier partizipative Methoden – zum Merken

Probier es aus: Methode und Wirkung zuordnen

Partizipative Methode

Wirkung

Ko-Design-Workshops vor der Tool-Auswahl

Statt ein KI-Tool auszuwählen und es anschließend vorzustellen, wird die betroffene Abteilung vor der Auswahl in einem Workshop gefragt: Welche Aufgaben belasten euch aktuell am meisten? Wo würde Entlastung tatsächlich helfen? Diese Antworten fließen in die Anforderungsliste ein, bevor überhaupt ein Anbieter kontaktiert wird. Der Unterschied zur klassischen Ankündigung: Mitarbeitende erkennen ihre eigene Handschrift im Ergebnis wieder.

Pilotgruppen mit echtem Vetorecht

Eine Pilotgruppe testet ein Tool über mehrere Wochen im echten Arbeitsalltag – mit der ausdrücklichen Möglichkeit, den unternehmensweiten Rollout zu stoppen oder zu verschieben, wenn sich zeigt, dass das Tool die falschen Probleme löst. Entscheidend ist das Wort „echt“: Ein Vetorecht, das in der Praxis nie genutzt werden darf, wird als Show-Beteiligung durchschaut und verstärkt Misstrauen eher, als es abzubauen.

Strukturierte Feedback-Schleifen statt einmaliger Ankündigung

Ein Tool wird nicht einmalig eingeführt und dann als abgeschlossen behandelt, sondern durchläuft feste Feedback-Zeitpunkte – etwa nach zwei, sechs und zwölf Wochen –, an denen konkrete Nutzungsprobleme gesammelt und öffentlich sichtbar bearbeitet werden. Das signalisiert: Die Einführung ist ein Prozess, kein einmaliges Ereignis, das man nur noch aussitzen muss.

Praxis-Teil: freiwillige AI-Champions statt verordnetes Rollout-Team

Statt ein Rollout-Team ausschließlich aus der IT- oder Projektabteilung zu besetzen, übernehmen freiwillige Mitarbeitende aus den betroffenen Teams selbst die Rolle von Multiplikatoren – Personen, die das Tool zuerst testen, Kolleginnen und Kollegen bei Fragen helfen und ehrliches Feedback nach oben tragen. Freiwilligkeit ist hier keine Nebensache: Wer eine Rolle zugewiesen bekommt statt sie zu wählen, wirkt für die Belegschaft schnell wie ein verlängerter Arm der Geschäftsführung, nicht wie eine vertrauenswürdige Ansprechperson auf Augenhöhe.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ko-Design-Workshops vor der Tool-Auswahl lassen Mitarbeitende ihre eigenen Anforderungen im Ergebnis wiedererkennen.
  • Ein Vetorecht für Pilotgruppen muss in der Praxis tatsächlich nutzbar sein – sonst wirkt es als Show-Beteiligung und schadet mehr, als es hilft.
  • Strukturierte Feedback-Schleifen nach der Einführung signalisieren, dass der Rollout ein Prozess ist, kein einmaliges Ereignis.
  • Freiwillige AI-Champions aus der Belegschaft wirken glaubwürdiger als ein verordnetes Rollout-Team, weil Freiwilligkeit Vertrauen schafft, ein Auftrag von oben nicht.
  • Alle vier Methoden setzen die Fraunhofer-IAO-Empfehlung aus dem Modul „Echte Ängste: Was Mitarbeitende wirklich befürchten“ konkret um.

Echte Ängste: Was Mitarbeitende wirklich befürchten

Kurz-Check: Hast du es verstanden?

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Was unterscheidet einen Ko-Design-Workshop von einer klassischen Tool-Ankündigung?

Willst du den partizipativen Ansatz konkret für deine nächste KI-Einführung planen?