Ein Pitch ist Marketing, keine technische Spezifikation
Das ist kein Vorwurf an Anbieter – Verkaufen gehört zum Geschäft. Aber als Entscheider brauchst du eigene Rückfragen, um herauszufinden, was hinter den Formulierungen wirklich steckt.
Vier Rückfragen, die jeden Pitch entzaubern
Was genau darf das System selbstständig tun?
Nicht „Kann es X?“ fragen, sondern „Was passiert konkret, Schritt für Schritt, wenn ein Kunde Y schreibt?“ Konkrete Abläufe entlarven vage Versprechen (siehe auch Modul 10, AI-Agent).
Mit welchen echten Referenzkunden, mit welchem belegten Ergebnis?
„Wird von führenden Unternehmen genutzt“ ohne Namen und Zahl ist eine Behauptung, keine Referenz. Nach einer konkreten, überprüfbaren Fallstudie fragen.
Was passiert, wenn das System falschliegt?
Jedes AI-System macht gelegentlich Fehler (siehe Modul 4, Grenzen & Risiken). Die entscheidende Frage ist nicht ob, sondern was dann passiert – gibt es eine Kontrollinstanz, eine Freigabe, ein Protokoll?
Was kostet es wirklich, inklusive Betrieb?
Ein niedriger Einstiegspreis kann laufende Wartung, Support oder zusätzliche Nutzungsgebühren verstecken. Immer nach der Gesamtkostenrechnung über z. B. 2–3 Jahre fragen (siehe Modul 9, Kosten & ROI).
Warum das für dich als Entscheider zählt
Ein Anbieter, der auf diese vier Rückfragen konkret und ohne Ausweichen antworten kann, hat vermutlich ein solides System. Ausweichende oder rein werbliche Antworten sind selbst die deutlichste Warnung.